Dynamische Bestandsermittlung

Die Bestandsermittlungsart „dynamisch“ kann am Lagerartikel hinterlegt werden.

Bei dynamischer Ermittlung werden die Meldebestände der mit dieser Ermittlungsart markierten Artikel vor jedem Bestellvorschlagslauf ermittelt. Auch die Bestellmenge wird anhand der Warenbewegungen errechnet.

Bei der Ermittlung dynamischer Bestellvorschläge kann angegeben werden, auf welche Bestellvorschlagsmenge der Mindestbestand genullt werden soll.

Bisher wurde immer mindestens auf 1 aufgerundet. Mit diesem Grenzwert kann gesteuert werden, dass wenig frequentierte Artikel zukünftig aus dem dynamischen Bestellvorschlag herausfallen sollen. Alle Lagerartikel mit Meldebestand = 0 könnten nachfolgend auf statischen Bestellvorschlag umgestellt werden.

Achtung: Wenn der dynamische Bestellvorschlag eine Menge >0 ergibt, wird auch bestellt, wenn der Auffüllbestand=0 ist. (CO-43910)

Berechnungsformel:

Bestellvorschlagsmenge = Bestellzykluspuffer * Durchschnittliche Lieferzeit (Lieferant) * Durchschnittsverbrauch pro Tag * Trendfaktor + Meldebestand

Diese Bestellvorschlagsmenge wird verrechnet mit dem momentanen Bestand abzüglich der Umbuchungsmengen und für Lager- und Kundenreservierte Mengen. Der Auffüllbestand verhindert Überlagerung und ist eine Prüfmenge.

Beispiel: (Heute = 15.07.2008)

X = betrachteter Zeitraum in Monaten (in diesem Beispiel 2)

Vom 15.05.08 bis 15.07.08 ist der Verbrauch = 20

Vom 15.07.07 bis 15.09.07 ist der Verbrauch = 30

Trendfaktor = 1,5 (ergibt sich aus 30/20)

Die Glättung sorgt dafür, dass Aufträge mit unverhältnismäßigen Mengen aus der Berechnung ausgeschlossen werden. Dabei kann bestimmt werden, wie viele Vorgänge mindestens existieren müssen damit die Glättung greift.