Der Umgang von Logistikkosten wird von den verschiedenen Lieferanten/Distributoren unterschiedlich gelebt.
Einige Lieferanten nutzen eine Gebührenpauschale für die Logistikkosten, während andere Lieferanten nutzungsabhängige Gebühren im Bestellprozess veranschlagen.
Was ist der Unterschied und wie muss es in Concept Office angelegt werden?
Beispiel: Ein Lieferant verlangt pro Bestellabwicklung 7,50€ als pauschale Kost.
Hierfür ist ein Gebührenartikel in Concept Office notwendig, an welchem der entsprechende Wert im Einkauf zu hinterlegen ist.
Für Frachtkostendarstellung in Bestellungen können Frachtartikel angelegt werden, welche einkaufsseitig verwendet werden können.
Für die Frachtkostenermittlung im elektronischen Belegabgleich bietet sich ein Artikel mit dem Namen ‚Frachtkosten’ an, welcher mit Programmlogik im Lieferantenrechnungen-Modul automatisiert agiert. Soll hier ein abweichender Artikel verwendet werden, so muss dieser über die Office.dat hinterlegt werden.
Gebührenermittlung im elektronischen Belegabgleich:
REFrachtArtikel = 19%
REFrachtArtikelReduziert = 7%
REFrachtArtikelFrei = 0%
Neben den Frachtkosten können weitere Gebühren im Rechnungsbeleg auftauchen.
Bespiele:
Diese müssen als separate Artikel (Artikelart Allgemein: Bearbeitungsgebühr/Dienstleistung) hinterlegt werden. Die Zuordnung der Lieferanten wird im Reiter Einkauf vorgenommen. Die Bestellnummer kann je Lieferant abweichen und muss individuell gepflegt werden.
Im Elektronischen Beleg erhalten wir die Information, welche Kennung zum Lieferant übergeben wird:
Es besteht in Concept Office die Möglichkeit nutzungsabhängige Gebühren zu einem Lieferanten abzubilden. Die unterschiedlichen Gebührenartikel müssen hierfür einzeln angelegt werden und mit dem Lieferanten und dessen Artikelnummer (=unsere Bestellnummer) hinterlegt werden.
Bei der ‚Pick&Pack‘-Logik werden dem Fachhändler nutzungsabhängige Gebühren durch den Lieferanten für die Bestellungen abgerechnet. Hierfür werden sogenannte Einzelkosten je Artikel = Pick , sowie die Verpackungskosten der Gesamtbestellung = Pack und Frachtkosten veranschlagt.
Es gibt insgesamt 3 Pauschalen-Typen:
Die verschiedenen Pauschalen müssen in Concept Office als Gebührenartikel (Artikelart Allgemein=Bearbeitungsgebühr/Dienstleistung) angelegt werden und als Artikelkennzeichen mit ‚Interner Artikel’ und ‚Automatisch zu liefern’ ausgestattet werden.
Beispiel Pick-Artikel:
Beispiel Pack-Artikel:
Fallbeispiel
Beim Lieferanten Soennecken wird eine Bestellung mit 3 Positionen übergeben:
Daraus entstehen folgende Gebühren in der Rechnung:
In Concept Office kann ab Version 8.4695.5 für Gebührenartikel definiert werden, wie diese im Lieferantenrechnungen Modul geprüft werden sollen.
Dafür gibt es im Artikelstamm im Reiter „Gruppierung/Weiteres“ Einstellungsmöglichkeiten für die Gebührenprüfung:
Hier wird definiert, wie die Gebühren bei Anlage durch den Rechnungsbeleg (Delkredere) geprüft werden.
Der Artikel kann auf Menge, Preis oder Beides geprüft werden. Soll der Artikel auf ‚Menge und Preis‘ geprüft werden, so kann dies auf bestimmte Sortimente oder Artikelarten eingeschränkt werden.
Beispiel:
Der Verpackungsartikel „VerpackungXY“ (z.B Kartonagen) kann mit einer Preisprüfung hinterlegt werden, wenn dieser einen festen Wert hat.
Die Pickkosten „PickartikelXY“ können auf Menge (Anzahl Picks je Ware lt. Bestellung) oder Menge und Preis angelegt werden. Dabei besteht zusätzlich die Möglichkeit, den Pickartikel auf bestimmte Sortimente einzugrenzen (Auswahl Sortiment).